Pilgerwanderung 2026
Im Rahmen des Projekts "Hoffnung leben - Hoffnung schenken" hat der Pfarreirat Escholzmatt zusammen mit anderen Pfarreien im Entlebuch zu einem gemeinsamen ökumenischen Pilgerweg durchs Entlebuch eingeladen. Gerne publizieren wird hier einen Rückblick in Text und Bild.
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Am 14. Mai ist in Marbach die erste Etappe des Projekts „Pilger der Hoffnung“ gestartet. Den Auftakt bildete ein gut besuchter Auffahrtsgottesdienst mit der Uraufführung der „Marbacher Messe“ von Martin Walter, gesungen vom Kirchenchor Marbach. Anschliessend machte sich eine Gruppe von knapp 30 Personen zu Fuss auf den Weg Richtung Wiggen; Teilnehmer kamen aus dem gesamten Pastoralraum.
Als Zeichen des gemeinsamen Unterwegsseins übergab Vroni Wüthrich, Pfarreiratspräsidentin von Escholzmatt, den Pilgerstab an ihre Amtskollegin Bernadette Wigger, Pfarreiratspräsidentin von Marbach. Das Wetter zeigte sich wechselhaft, der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Die Route führte auf schönen Abschnitten dem Schonbach entlang. Eine Pause mit Verpflegung, organisiert durch den Pfarreirat Marbach, und ein kleines Quiz sorgten für Abwechslung. In Wiggen nahm Thomas Thalmann den Pilgerstab entgegen.
Am 17. Mai folgte die zweite Etappe von Wiggen nach Escholzmatt bei deutlich besserem Wetter. Wieder waren rund 30 Personen dabei, darunter Teilnehmer aller Altersklassen. Unter dem Thema „Biblische Frauenporträts“ gab Martin Walter kurze Inputs in der Pfarrkirche Wiggen sowie in der St.-Anna-Kapelle auf dem Schwendelberg, wo auch eine längere Pause eingelegt wurde. Den Abschluss bildeten eine Maiandacht in der Krypta der Pfarrkirche Escholzmatt und ein Orgelkonzert mit „Portraits biblischer Frauen“ von Andreas Willscher.
Am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, führte die Pilgerwanderung der Hoffnung bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis gegen 30 Grad von Escholzmatt nach Schüpfheim. Nach dem Pfingstmontagsgottesdienst machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg.
Die Route führte zunächst in den Bühlwald, wo eine längere Rast eingelegt wurde. Dabei wurde gemeinsam gegrillt: Ein willkommener Moment für Begegnung und Austausch, bevor es weiterging. Anschliessend führte der Weg zur Lehnkapelle. Dort wurde kurz innegehalten: Eine Besinnung und eine kurze Andacht setzten einen ruhigen Akzent, bevor die Gruppe den letzten Abschnitt nach Schüpfheim in Angriff nahm.
In Schüpfheim wurde die Gruppe von Katka Rychla empfangen. Sie übernahm den Pilgerstab von Vroni Wüthrich. Der Stab bleibt nun in Schüpfheim bis zur nächsten Etappe am 2. August 2026, wenn die Pilgerwanderung von Schüpfheim nach Heiligkreuz weiterzieht.
Bei prächtigem, hochsommerlichem Wetter machten sich rund 26 Pilgerinnen und Pilger nach dem Sonntagsgottesdienst gemeinsam auf den Weg von Schüpfheim nach Heiligkreuz. Trotz der grossen Hitze war die Stimmung ausgezeichnet und die Freude am gemeinsamen Unterwegssein jederzeit spürbar.
Entlang des Stationenwegs bereicherte Br. Pascal die Wanderung mit wertvollen spirituellen Impulsen, die zum Nachdenken und Innehalten einluden. Einen besonderen Höhepunkt bildete der Zwischenhalt bei Familie Bernadette Lötscher im Schnabel. Mit viel Herzblut überraschte sie zusammen mit ihrem Sohn Severin die Pilgergruppe mit einem wunderbaren Mittagessen, das für Stärkung und gemütliche Begegnungen sorgte.
Frisch gestärkt nahm die Gruppe den letzten Aufstieg nach Heiligkreuz in Angriff. In der Wallfahrtskirche fand die feierliche Übergabe des Pilgerstabs von Renate Muff an Marie-Theres Renggli statt. Mit einem gemeinsamen Segensgebet und einem Abschlusslied ging die vierte Etappe stimmungsvoll zu Ende. Die Teilnehmenden kehrten mit vielen schönen Eindrücken und neuer Hoffnung im Gepäck nach Hause zurück.
Wiederum bei prächtigem Sommerwetter versammelten sich rund 20 Personen vor der Kirche Heiligkreuz zur 5. Etappe der Pilgerwanderung durchs Entlebuch. Durchgeführt wurde diese Wegstrecke von der reformierten Kirche. Leider war Christian Leidig krankheitsbedingt abwesend. Spontan übernahmen Barbara Bärtschi und Irmgard Rohner die Leitung.
Mit dem Psalm 121, einem Wallfahrtslied, wurde die Wanderung eröffnet. Mit einem wunderbaren Weitblick durchs Tal hatte die Gruppe ihr Ziel stets vor Augen. Bei einer Rast unterwegs gab es noch einige Impulse, die zum Nachdenken anregten.
Kurz vor dem Ziel in Entlebuch machten die Pilger noch eine kurze Zvieripause, die zur Stärkung und zum angeregten Austausch diente. Nach dem Aufstieg zur Entlebucher Kirche wurde die Gruppe mit einem Getränk und Popcorn von Elisabeth Zürcher und Fritz Renggli in Empfang genommen.
Bei einem gemeinsamen Gebet und dem Segen übergab Barbara Bärtschi den Pilgerstab an Elisabeth Zürcher. Gut gelaunt und mit schönen Eindrücken machte sich die Pilgerschar individuell auf den Heimweg.
Bei herrlich erfrischenden Temperaturen startete die 6. Etappe beim Pfarreiheim Entlebuch nach dem Sonntagsgottesdienst in der St.Martinskirche. Nach einem herzlichen Willkomm von Marie-Theres Renggli, gestärkt mit einer Zwischenverpflegung und dem Pilgersegen von Pastoralraumleiterin Elisabeth Zürcher-Heil machte sich die Pilgergruppe auf den Weg entlang des Emmenuferweges. Dankbarkeit, Lob der Schöpfung und der Zuspruch Gottes aus Gen 1,15 „Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst“ begleitete die Teilnehmenden als Leitgedanke. Wasser als Grundelement, als Quelle des Lebens war mit allen Sinnen erlebbar. Die Vielfalt von Lebensraum zeigte sich bei der Oase Emmenmätteli. Eindrücklich skizzierte eine Bildtafel die zerstörerische Gewalt und Kraft des Wassers beim Unwetter im Jahre 2005.
Leben und Glauben, Zukunft und Vergangenheit wurde mit besinnlichen Impulsen verbunden. Dass Leben nicht nur Geschenk, sondern auch Leid und Trauer umfängt, daran erinnerte der Gedenkstein an die Pest im 16. Jahrhundert. Zeitzeuge im Marktkäppeli ist ein Bild vom Halt des Ochsen mit dem Kreuzpartikel gemäss Legende des Wallfahrtsortes Hl. Kreuz.
Mit einer wohltuenden Erfrischung wurde die Pilgergruppe von Gabriel Bühler in Wolhusen willkommen geheissen. Danach erfolgte die Übergabe des Pilgerstabes für die nächste Etappe. Den Abschluss bildete ein Rundgang in der Kirche St. Andreas.